Brainstorming, Clustering, Mindmap

Zur Übersicht Anne Scheller, Clemens Muth | 23. Februar 2019

Mithilfe der Methoden Brainstorming, Clustering und Mindmap können Lerner Informationen sammeln, sortieren, darstellen und sich einprägen.

Die Methoden können im Schulunterricht – vom Lehrer angeleitet – genauso eingesetzt werden wie beim selbstständigen Lernen. Sie aktivieren Vorwissen oder helfen, erarbeitetes Wissen abzurufen und einzuprägen.

Brainstorming, Clustering und Mindmap sind bereits für Grundschüler geeignet. Sie sind besonders wirksam in der Gruppenarbeit, da einzelne Ideen oft weitere gute Einfälle bei anderen auslösen. Ältere Schüler wählen einen Moderator aus der Gruppe aus, bei jüngeren Schülern übernimmt das die Lehrkraft. Der Moderator dokumentiert alles  schriftlich, da das Sichtbarmachen des Stoffes beim Lernen hilft (Lerntypen und Lernstile).

Beim Brainstorming (engl. das Gehirn erstürmen) werden zu einem gegebenen Thema Ideen gesammelt. Wichtig ist, die Ideen nicht zu filtern oder zu kommentieren, sondern zunächst völlig unverändert zu sammeln.

Das Clustering (engl. Klumpen bilden) ähnelt dem Brainstorming, die Ideensammlung wird jedoch in Assoziationsketten geleitet. Vom zentralen Thema, etwa Industrialisierung, ausgehend wird zunächst eine Ideenrichtung verfolgt, zum Beispiel: Bergwerke – Kinderarbeit – Krankheiten – fehlende Schulbildung. Wenn keine Gedanken mehr kommen, beginnt man mit der nächsten Kette, etwa: Erfindungen – Eisenbahn – Die „Adler“ usw. Eine Mindmap (engl. Gedankenkarte) hilft, die beim Brainstorming bzw. Clustering gesammelten Ideen zu sortieren und damit einprägsam zu machen. Das Thema wird in der Mitte eines großen Papierbogens notiert.

Aus den Ideen aus Brainstorming bzw. Clustering werden Unterthemen herausgefiltert. Diese werden um das Hauptthema notiert. Zu jedem Unterthema schreibt man wieder Stichworte, die man dem Brainstorming bzw. Clustering entnimmt. Die Darstellung erinnert an eine sich verzweigende Baumkrone. Der Lernstoff zu einem Thema ist damit horizontal nach Unterthemen sowie vertikal nach Detailtiefe sortiert. Die bildliche Darstellung erleichtert das Speichern im Gedächtnis.