Empathie

Zur Übersicht Anne Scheller & Clemens Muth | 06. April 2019

Empathie bezeichnet die Fähigkeit, sich in die Mitmenschen hineinzuversetzen, ihre Gefühle, Gedanken, Ansichten und ihr Verhalten zu erkennen und nachzuvollziehen. Aufgrund von Empathie sind Menschen fähig, Mitleid zu spüren und einander zu helfen. Besonders ausgeprägt ist das Einfühlungsvermögen, wie man Empathie auch nennen kann, in der Regel bei Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz.

Empathie ist die Grundlage unzähliger alltäglicher Ereignisse wie einer Begrüßung oder einem freundlichen Lächeln, zahlreicher gesellschaftlicher Strukturen wie Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen sowie eines generellen respektvollen Umgangs. Empathiefähigkeit ist damit einer der wichtigsten Bestandteile der Persönlichkeit, der sicherstellt, dass die Gesellschaft in ihrer jetzigen Form funktioniert. Sie muss in der Schule, im Elternhaus und allen anderen Lebensbereichen von Kindern und Jugendlichen vermittelt werden.

Vermittlung von Einfühlungsvermögen in der Schule geschieht vor allem dadurch, dass die Lehrer den Schülern die Fähigkeit vormachen: durch einen grundlegenden Respekt für Schüler und Kollegen, das Nachfragen, Mitfühlen und Anbieten von Hilfe bei Problemen, das Bekämpfen von Mobbing und Gewalt in der Schule (Konflikte und Gewalt) sowie den sensiblen Umgang mit Krieg, Hungersnöten und anderen schwierigen Themen aus den Nachrichten.

Empathiefähigkeit hilft dem Lehrer außerdem dabei, Differenzierung im Unterricht einzuführen, eine ganzheitliche Beobachtung der Schüler und eine gerechte Leistungsbewertung zu schaffen. Sie ist damit ein wichtiger Bestandteil der Lehrerpersönlichkeit.