Erfolg

Zur Übersicht Anne Scheller, Clemens Muth | 26. Oktober 2019

Der Zusammenhang zwischen schulischem Erfolg – also guten Noten – und beruflichem Erfolg – erkennbar an einer gut absolvierten Ausbildung und einer stetigen Laufbahn – ist in vielen Studien wissenschaftlich untersucht worden.

Dabei ist herausgekommen, dass die Intelligenz der am stärksten wirksame Faktor ist. Sie ist der beste Indikator für den schulischen Erfolg und Schulnoten sind wiederum der verlässlichste bekannte Indikator für den Studien- und Berufserfolg.

Der Einfluss der Intelligenz auf den Erfolg liegt zum Ersten an der banalen Tatsache, dass intelligente Kinder leichter lernen, selbst wenn die Qualität des Unterrichts schlecht ist. Zum Zweiten besitzen Intelligente häufig Eigenschaften wie Fleiß, Ausdauer, Ehrgeiz, Motivation zu lernen, Einflussstreben und Führungsqualitäten, die in Schule wie Berufsleben wichtig sind. Zum Dritten wirkt sich das familiäre Umfeld auf den Schul- und Berufserfolg aus, denn sichere Bindungen und positive Bildungsvorbilder fördern die Intelligenzentwicklung. Obwohl eine hohe Intelligenz in der Oberschicht und der oberen Mittelschicht weitaus stärker verbreitet ist als in niedrigeren Schichten, ist es nicht hohes Einkommen oder eine fachliche Frühförderung, die den Erfolg positiv beeinflussen.

Vielmehr wirken sich, wie erwähnt, Vorbilder in den Bereichen Bildung, Lernen, Lesen, Fleiß, Forschungsinteresse u. ä. positiv auf den schulischen und beruflichen Erfolg aus. Umgekehrt schädigen emotionale und bildungsmäßige Vernachlässigung den späteren Erfolg mehr als reine Armut (Gefühle).