Intelligenzminderung

Zur Übersicht Anne Scheller, Clemens Muth | 16. Februar 2019

Unter Intelligenzminderung versteht man eine unvollständige Entwicklung der geistigen Fähigkeiten, zum Beispiel in den Bereichen Kognition, Sprache, Motorik und soziale Fähigkeiten. In Intelligenztests liegen die Ergebnisse in so einem Fall unter dem Wert von 70. Man unterscheidet zusätzlich leichte, mittelgradige, schwere und schwerste Intelligenzminderung. Allen Formen ist gemein, dass Betroffene Schwierigkeiten haben beziehungsweise später dazu fähig werden, am alltäglichen Leben teilzunehmen.

Personen mit Intelligenzminderung sind meist besonders verletzlich: Sie erkranken häufiger an psychiatrischen Störungen und werden öfter Opfer von Gewalt. Daher ist es nötig, sie in eine unterstützende Umwelt einzubetten.

Im schulischen Umfeld wird man vermutlich allenfalls Kinder mit einer leichten Intelligenzminderung, also einem IQ von 50 bis 69 antreffen. Sie haben meist Probleme mit dem Sprachgebrauch und -verständnis, was die Schulbildung schwierig macht (Inklusion). Eine stärker praktisch ausgelegte Ausbildung kann ihnen später ein erfolgreiches Berufsleben ermöglichen (Intelligenzfacetten). Wenn zusätzlich keine sozialen oder emotionalen Defizite vorliegen (Gefühle, soziales Lernen), wie es bei einem Teil der  Betroffenen der Fall ist, steht einem selbstständigen Leben nichts im Wege (Selbstständigkeit).