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Ratgeber Homeschooling & Co.

eBook oder Hörbuch

Zur Übersicht Stephan Schampaul | 20. September 2020

Ratgeber Homeschooling & Co.: Eltern als Lerncoach

Und plötzlich hieß es Homeschooling ... Mit so etwas hat doch wirklich niemand gerechnet, dass Schulen von heute auf morgen für Monate schließen und die Eltern zu Hause in die Rolle einer Lehrkraft schlüpfen müssen. Home-Schooling, Lernen zu Hause - und das, wo schon seit Jahren viele Kinder auch ihre Hausaufgaben in der Schule erledigen und Schule zuhause oft nur noch aus Lesen üben, Einmaleins-Reihen abhören und Überprüfung des Schulranzens besteht. Home-Office und Homeschooling unter einem Hut Von einem Tag auf den anderen landeten Wochenpläne oder Arbeitsblätter, Lernaufträge oder Video-Termine auf dem Wohnzimmertisch und sollte mit den Kindern abgearbeitet werden. Gleichzeitig erwartete der Arbeitgeber Home-Office und in vielen Familien hielt die Sorge um den Arbeitsplatz und die Gesundheit Einzug. Hilfreiche Tipps und Tricks Trotzdem haben es alle irgendwie geschafft und daraus gelernt, was geht und was nicht geht und was sie für künftige Situationen wissen sollten. Auf einmal wurde klar, dass man als Elternteil weit weg ist vom Lernalltag und ein paar Tipps und Tricks hilfreich sein könnten, wie die Tricks gegen Flecken und Wehwehchen aus Omas Erfahrungsschatz. Souverän und möglichst stressfrei Um solche Tipps und Tricks geht es in diesem Buch. Wir haben alte und neue Erfahrungen gesammelt und aufgeschrieben, damit Sie Ihr Schulkind beim nächsten Mal noch souveräner beim Unterricht zu Hause begleiten können. Oder bei den Hausaufgaben, Ihr Kind wächst aus Home-Schooling und schulischer Betreuung heraus, mit den Tipps und Tricks des Ratgeber Homeschooling & Co. sind Sie dafür gewappnet. Eltern sind keine Lehrkräfte
Zugegeben: Manche Eltern sind tatsächlich Lehrerinnen und Lehrer, aber die meisten Mütter und Väter haben nicht mehrere Jahre Lehramt studiert und ein Referendariat durchlaufen. Das sollten Sie sich zugestehen, Sie können nicht das, was eine Lehrerin oder ein Lehrer kann. Es würde auch niemand verlangen, dass Sie einen Blinddarm operieren, wenn ab morgen die Krankenhäuser schließen müssten. Einen Verband anlegen, ja, das könnten Sie lernen, oder am Telefon einem Arzt erklären, wie eine Wunde aussieht. Und so können Sie beim Homeschooling helfen, die Lernaufträge zu verstehen, versuchen, Fragen Ihres Kindes zu beantworten und ggf. die Lehrerin oder den Lehrer zu kontaktieren und Verständnisprobleme zu klären. Scheuen Sie sich auch nicht zuzugeben, wenn Sie beim Lernstoff und vor allem bei den aktuell eingesetzten Lernmethoden der Grundschule nicht sicher sind. Was wir nicht jeden Tag benötigen, vergessen wir, das ist normal und kein Grund, mit sich zu hadern. Zumal es seit Ihrer Grundschulzeit so viele Neuerungen – vor allem bei der Unterrichtsmethodik – gegeben hat, dass sie schon Lernprofi sein müssten, um hier auf dem Laufenden zu sein. Erlauben Sie sich, gelassen zu bleiben, helfen Sie da, wo Sie sich fit fühlen und wenn Sie gar nicht weiterwissen, fragen Sie Ihr Kind, die Schule, Freunde, ein Buch oder das Internet. Homeschooling ist auch eine Chance Dass Jammern, Klagen und wütende Postings in sozialen Medien nichts bringen, wissen wir schon lange. Das gilt auch fürs Homeschooling. Schimpfen kann Druck ablassen, ändert aber nichts an der Situation. Zumal der Heimunterricht auch positive Seiten mit sich bringt. Endlich erleben Sie direkt, was und wie Ihr Kind lernt und das ist mitunter wirklich spannend! Schule ist heute anders als vor 20, 30 oder mehr Jahren. Ja, Lesen üben bleibt anstrengend, aber manche Texte enthalten interessante Informationen, die nicht jeder Erwachsene kennt. Mathematik-Aufgaben haben mehr als früher Bezüge zum Alltagsleben. Statt seltsam konstruierter Zusammenhänge wird auf einmal errechnet, wie viele Fußleisten für das eigenen Wohnzimmer nötig sind. Da können Sie bei der nächsten Renovierung mit Ihrem Kind überprüfen, ob der Handwerker richtig gerechnet hat. Vor allem ist Homeschooling aber eine Gelegenheit, endlich mit Ihrem Kind Lernroutinen zu entwickeln. Die Lernforschung weiß sehr gut, was das Lernen erleichtert und was nicht. Einiges davon können Sie ganz einfach beim Homeschooling umsetzen. Ihr Kind gewöhnt sich daran und lernt mit Ihnen Strategien, wie es künftig leichter und effektiver lernt. So profitieren Sie und Ihr Kind noch lange vom jetzt so mühseligen Unterricht zuhause. Lerncoach werden statt Lehrkraft sein Lassen Sie sich nicht von der Flut der Lernaufträge aus der Ruhe bringen. Auch die Lehrerinnen und Lehrer haben ihre eigenen Routinen und da kommt es eben vor, dass alle gleichzeitig E-Mails mit Arbeitsblättern verschicken. Ja, es wäre besser, sie würden dies koordinieren. Aber den Lehrerinnen und Lehrern geht es wie Ihnen, keiner hat im Studium gelernt, Heimunterricht zu organisieren. Wie Sie lernen die Lehrkräfte täglich aufs Neue, was sinnvoll ist und was nicht. So wie Sie Lerncoach Ihres Kindes werden müssen, müssen Lehrerinnen und Lehrer Homeschooling-Coaches werden. Gemeinsam geht das, langsam vielleicht und bestimmt manchmal mit Frust auf allen Seiten, aber am Ende können alle von sich sagen, dass sie diese Situation gemeistert haben. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und das Selbstvertrauen jedes Einzelnen und der Gemeinschaft.